Sansibar: Das Zanzibar Bridge Project

Die Schule der Hoffnung

In Kizimkazi auf Sansibar entsteht mehr als eine Schule: hier wächst ein Ort, an dem junge Frauen Kraft, Mut und Perspektiven finden. Das Zanzibar Bridge Project gibt 18 bis 25-jährigen Frauen, die in extremer Armut leben und oft als Waisen ihren Weg allein gehen müssen, eine echte Chance auf ein selbstbestimmtes Leben durch eine qualifizierte, berufssichernde Ausbildung im Hotel- und Gastronomiebereich.

In Tansania lebt ein Großteil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenzeoft mit weniger als 1,25 USD pro Tag. Viele Mädchen müssen früh arbeiten und die Schule abbrechen. Traditionelle Rollenbilder und fehlende Ressourcen verschärfen diese Ungleichheit. Gleichzeitig fehlt der wachsenden Tourismus- und Gastgewerbebranche eine qualifizierte Facharbeiterschaft – eine Lücke, die dieses Projekt gezielt schließt. 

Ein starkes Fundament

Im Juni 2024 wurde die Schule in Kizimkazi mit einem angeschlossenen Trainingshotel und -restaurant fertiggestellt. Seit Januar 2025 lernten 40 junge Frauen dort mit viel Herzblut und Engagement und schlossen ihre Ausbildung im Dezember 2025 erfolgreich ab.

So hilft die DERTOUR Foundation

Die DERTOUR Foundation ermöglicht gemeinsam mit ihrem Partner More Than A Drop Foundation den Ausbau der Schule in Kizimkazi und schafft neue Bildungschancen für benachteiligte junge Frauen.

Das Zanzibar Kwanza Resort beschäftigt bereits fünf der Absolventinnen. Zukünftig sollen Absolventinnen auch bei den zur Unternehmensgruppe gehörenden Hotelpartnern Anstellungen finden. 

Die Zahl der Teilnehmerinnen im Basiskurs wird im Jahr 2026 von 40 auf 60 und im Jahr 2027 auf 80 erhöht. Schulungsbereiche sind Englischkenntnisse, Küche, Service, Housekeeping, Computer und Front Office – Fähigkeiten, die junge Frauen für eine Karriere im Gastgewerbe brauchen. Zudem starten ab 2026 erstmals ein Hotelmanagement-Kurs für 20 Frauen, die in Führungsfunktionen wachsen wollen, sowie ein Entrepreneurship-Kurs für 20 Gründerinnen von morgen, die in Unternehmensführung, Business-Planung, Finanzierung und Marketing unterrichtet werden.

Auf dem Weg in eine sichere Zukunft

Die Ausbildung vereint fachliche Qualifikation mit persönlicher Entwicklung. Ziel ist nicht nur ein Job, sondern ein Leben in Würde und Unabhängigkeit. Jede Schülerin durchläuft eine praxisnahe Ausbildung, ergänzt durch digitale Lernmodule und individuelle Förderung. 

Ein besonderes Herzstück des Projekts sind die Praktika: Alle Frauen absolvieren zwei dreimonatige Arbeitseinsätze in ausgewählten 4- und 5-Sterne-Hotels. Diese Partnerschaften öffnen Türen zu echten Berufschancen und zeigen: Bildung zahlt sich aus. 

DERTOUR-Gäste erkunden das Projekt

Bereits heute können DERTOUR-Gäste das familiär geführte Projekthotel in persönlicher Atmosphäre kennenlernen und dort speisen. Die überschaubare Größe schafft Raum für authentische Einblicke. Die Schülerinnen wirken aktiv mit und sammeln dabei wertvolle praktische Erfahrungen im direkten Austausch mit den Gästen. 

Von den Schülerinnen gestaltete Kochkurse, die Raum für gemeinsames Erleben, Lernen und Begegnung bieten, befinden sich derzeit in Planung.  

Nachhaltige Wirkung für Generationen

Unsere Vision reicht weit. Wir möchten, dass: 

100 Frauen einen sicheren, gut bezahlten Arbeitsplatz finden

mindestens 90 Frauen vor Zwangsehen bewahrt werden und

mehr als 80 % der Entrepreneurship-Absolventinnen ein eigenes Unternehmen starten.

Jede Absolventin des Programms unterstützt durchschnittlich acht FamilienmitgliederSo wird Bildung zur Basis für ein selbstbestimmtes Leben und ein Schritt, um den Kreislauf der Armut nachhaltig zu durchbrechen. 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Gemeinsam stark: Hilfe durch Selbsthilfe

Das Ausbildungsrestaurant und das Trainingshotel sind mehr als Lernorte. Sie sind Motoren unseres Nachhaltigkeitsgedankens. Denn die Einnahmen aus beiden Betrieben fließen vollständig zurück in den Schulbetrieb. Ab dem dritten bis vierten Jahr kann die Schule auf diese Weise finanziell eigenständig arbeiten. 

Dabei arbeiten die Projektpartner eng mit staatlichen Behörden und lokalen Partnern in Sansibar zusammen, darunter Bildungs- und Tourismusbehörden sowie die National Vocational Training Authority.  

Denn wir sind überzeugt: Echte Veränderung gelingt nur gemeinsam. 

Mehr über unseren Kooperationspartner
More Than A Drop e.V. Germany finden Sie auf unserer Partnerseite.