Südafrika: Gepardenschutz im Krüger Nationalpark

Wenn Geschwindigkeit allein nicht reicht

Der Gepard ist das schnellste Landtier der Welt – und gehört doch zu den verletzlichsten Großkatzen Afrikas. Heute leben weltweit weniger als 7.000 Geparde in freier Wildbahn. Einer ihrer wichtigsten Rückzugsorte ist der Greater Kruger National Park im Nordosten Südafrikas.  

Doch auch hier wird ihr Überleben zunehmend ungewisser. Denn es fehlt an verlässlichen Informationen über ihre Population. Wie viele Tiere gibt es tatsächlich? Wo liegen ihre Rückzugs- und Aufzuchtgebiete? Welche Risiken gefährden ihr Überleben?  

Effektiver Artenschutz beginnt mit Wissen

Ohne fundierte Daten können schleichende Bestandsrückgänge nicht rechtzeitig erkannt werden. Doch Geparde sind schwer zu erfassen: Sie leben in niedrigen Dichten, bewegen sich über große Distanzen und meiden den Menschen. Bisherige Erhebungen basieren oft auf zufälligen Sichtungen und liefern kein vollständiges Bild. Die letzte großflächige Untersuchung im Krüger zeigte alarmierende Ergebnisse: Die Geparden-Population ist deutlich kleiner als lange angenommen.  

Das DERTOUR Foundation-Projekt mit dem Projektpartner Endangered Wildlife Trust (EWT) hat zum Ziel, erstmals eine verlässliche, langfristige Datengrundlage zur Gesamtpopulation im Greater Kruger und damit die Basis für wirksamen, vorausschauenden Schutz zu schaffen. 

So hilft die DERTOUR Foundation

Im Zentrum des Projekts steht ein innovativer Ansatz: Wissenschaft, moderne KI-Technologie und Citizen Science werden miteinander verbunden. Ranger:innen, Safari-Guides, Anwohner:innen und Besucher:innen des Parks werden aktiv eingebunden, um Sichtungen zu melden und Fotodaten zu sammeln. Mithilfe KI-gestützter Bildanalyse können einzelne Geparde anhand ihres einzigartigen Fleckenmusters identifiziert werden. So entsteht ein umfassendes Bild über Bestand, Wanderbewegungen, Fortpflanzung und Gefährdungen der Tiere. 

Lokale Gemeinschaften einbinden – Zukunft sichern

Langfristiger Artenschutz gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Deshalb werden Ranger:innen, Guides und Naturschutzmitarbeitende geschult, Geparde sicher zu erkennen, Daten korrekt zu erfassen und ihr Wissen weiterzugeben. Die Kinder und Jugendlichen der angrenzenden Orte lernen im Rahmen des SCOUTS-Programms, welche ökologische, kulturelle und auch wirtschaftliche Bedeutung Geparde haben und werden so zu Botschafter:innen für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier.  

Ein rein weibliches Feld-Team setzt zudem ein Zeichen für Gleichberechtigung: Die Frauen leiten die Forschung, schulen Fachkräfte, fungieren als Vorbilder und stärken nachhaltige Strukturen im Naturschutz.  

Wirkung, die bleibt

Die Feldarbeit im Greater Kruger etabliert ein dauerhaftes, skalierbares Monitoringsystem für den Gepardenschutz, dessen Erkenntnisse das Management dieses und anderer Schutzgebiete unterstützen. Gleichzeitig ist das Modell auch auf andere Großraubtiere übertragbar und zeigt, wie moderner Naturschutz aussehen kann: wissenschaftlich fundiert, gemeinschaftlich getragen und tief in der Region verankert. Denn die Zukunft der Geparde entscheidet sich heute. 

Wirkung, die bleibt

Die Feldarbeit im Greater Kruger etabliert ein dauerhaftes, skalierbares Monitoringsystem für den Gepardenschutz, dessen Erkenntnisse das Management dieses und anderer Schutzgebiete unterstützen. Gleichzeitig ist das Modell auch auf andere Großraubtiere übertragbar und zeigt, wie moderner Naturschutz aussehen kann: wissenschaftlich fundiert, gemeinschaftlich getragen und tief in der Region verankert. Denn die Zukunft der Geparde entscheidet sich heute. 

Mehr über unseren Kooperationspartner
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